Gramegna in der Rolle des Houdini

Bei dem Staatsbudget für das Jahr 2016 ist es der Regierung erneut gelungen eine vor allem medienwirksame Vorstellung darzulegen. Noch am Vortag kursierten Gerüchte in der Presse, die Investitionen würden auf 1,2 Milliarden gedeckelt werden.

Am darauffolgenden Tag, kündigte Finanzminister Gramegna stolz an, die Investitionen würden wieder auf ein Rekordhoch von 2,2 Milliarden steigen. Es war wohl klar, dass die Handelskammer daraufhin vor Freude in die Luft springen würde um ihren früheren Chef lautstark zu loben.
In der Presse wurde diese Euphorie der ansteigenden Investitionen ebenfalls ins Rampenlicht gestellt.

Dabei ist dies so, als würde man vor dem Schlussverkauf die Preise erhöhen um danach den Menschen das Gefühl zu geben sie hätten ein super Geschäft gemacht.

Wenn man 3 Milliarden für Gehälter und über 4 Milliarden für Sozialleistungen vorsieht, dann weiß man, dass man dieses Geld auch benötigen wird. Investitionen sind jedoch sicherlich ein Punkt mit dem man bei der Aufstellung des Budgets am Meisten spielen kann. Bei den Investitionen zählt in erster Linie die Summe, die in Wirklichkeit später ausgegeben wird und nicht die im Budget angekündigte Summe. So können schnell hunderte Millionen « eingespart » werden wenn einfach einige Projekte vertagt oder gar nicht erst umgesetzt werden.

Viel wichtiger als das Budget ist also das abgeschlossene Haushaltsjahr, welches festlegt was in der Tat realisiert worden ist.

Schlussendlich findet die CSJ es schon erstaunlich, dass kaum noch ein Mensch von den 258 Sparmaßnahmen spricht, sondern die steigenden Investitionen jetzt in aller Munde sind.

Genau wie bei einer guten Illusion, hat die CSJ das Gefühl hier würde Gramegna in der Rolle des Houdini von dem eigentlichem Problem ablenken wollen.

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